«Anthrodesign» II

Weitere Ansätze

und weitere erst skizzierte Zusammenhänge

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[Archivalie – Juni 2015 (Zusatz)]
↩︎   Schaltermodell – Vorderseite (© Jennifer Kleinfercher)
↩︎   Schaltermodell – Rückseite (© Jennifer Kleinfercher)

«Steinholz» als Material.

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«Im deutschsprachigen Raum wird der Holzzement (früher Sorelzement) wie schon erwähnt im industriellen und neuerdings auch im Wohnbereich großflächig vergossen angewendet. In der Schweiz teilen sich 3 Firmen den Markt dafür. Die jeweils firmeneigenen Mischungen sind (ohne Rezepturen) erhältlich.

In den Vereinigten Staaten werden grosse Anstrengungen unternommen, einen sogenannten Eco-cement bzw. Magnesiumzement als Konkurrent des gewöhnlichen Portlandzements auf den Markt zu bringen. Dieser hat sowohl in der Produktion als auch beim Einbau den Vorteil, dass er CO2 stark bindet. Ein Produkt aus Keramikzement auf Magnesiumbasis wird aufgrund seiner Schutzwirkung vor elektromagnetischen Feldern verkauft.

Auf dem Felde der Materialentwicklung zur Schutzwirkung vor elektromagnetischen Felder sei hier auch die Entwicklungsarbeit zur Torffaser erwähnt, wie sie Hr. Peter Böhlefeld [mit seiner Firma Wandil] in der Nähe von Weimar erfolgreich betreibt. Die ersten wissenschaftlichen Versuche durch Kristallisationsbilder sind sehr vielversprechend. Rudolf Steiner spricht in Bezug auf den Torf von der Herstellung von Gesundheitskleidern (gegen elektromagnetische Strahlung) und von der Herstellung „einer pressbaren Masse für Bilderrahmen etc.“ (siehe „Beiträge zur Gesamtausgabe“ Nr. 122).

Versuche, das Steinholz in die Innenraumgestaltung einzuführen, sind unseres Wissens erst marginal bzw. gar nicht erfolgt. Über einige Jahre hatte sich eine deutsche Handwerker- und Künstlergruppe in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts darum bemüht und z.B. Türrahmen hergestellt.»

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Aus: Steinholz im Gussverfahren – Produktdesign und Innenraumgestaltung in rationeller Fertigungstechnik, Forschungsarbeit im Rahmen der Förderung der Evidenz Gesellschaft 2006–2007 (Kap. 7.2: Steinholz – Gegenwärtige Einsatz- und Forschungsgebiete)

© Thomas Pittracher / Jennifer Kleinfercher 2007

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Vergleich hierzu:

«Der Mitteleuropäer hat die Aufgabe gegenüber dem Westen, die Technik mit Kunst und künstlerischer Auffassung zu durchdringen.» 

Rudolf Steiner [GA 338]

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↩︎   Das Heizhaus in Dornach/Schweiz (Foto © AA)

Ergänzende Literatur
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  • Erich Zimmer: Das Heizhaus (Vom Baukünstlerischen Werk Rudolf Steiners, Bauten im Umkreis des Goetheanums in Dornach, 7. Folge), in: Mensch und Baukunst – eine Korrespondenz (Stuttgart), Heft XVI, S. 5–20
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  • Erich Zimmer: Das Transformatorenhaus (Vom Baukünstlerischen Werk Rudolf Steiners, Bauten im Umkreis des Goetheanums in Dornach, 9. Folge), in: Mensch und Baukunst – eine Korrespondenz (Stuttgart), Heft x, S. 3–6.
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  • Erich Zimmer: Rudolf Steiner als Architekt von Wohn- und Zweckbauten, Freies Geistesleben, Stuttgart 1971

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  • Georg Nemes: Zur Ästhetik der technischen Architektur im Blick auf Rudolf Steiners Transformatorenbau in Dornach, in: Die Drei, 31. Jg., Heft 6/1961, S. 337 ff. [Sonderdruck 15 S.]

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  • Felix Durach: Transformator, in: Das Goetheanum, Nr. 32/1935 [wieder abgedruckt in: 43. Jg., Nr. 46 vom 15.11.1964, S. 362–363] [PDF folgt]
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  • u.a.m.