Codename «Stradivari»

Die Suche nach dem technischen Gral
leichtgläubiger Anthroposophen

Ein Trauerspiel

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[Anm.: vgl. die ehem. Plattform für «Anthroposophische Technologien»,
früher zu finden unter der URL www.anthrotech.ch]
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[Archivalie – November 2015]
↩︎   Cover der Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe, Heft 107

dt. kommentierte Edition:
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Der Strader-Apparat
Modell – Skizzen – Berichte
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Inhalt

• Walter Kugler: Zu diesem Heft – Zusammenklang von Kräften
[Der Strader-Apparat]
• Rudolf Steiner: Drei Skizzen «Modelle von Mechanismen»
für Dr. Straders Arbeitszimmer (1912)
• Oskar Schmiedel: Kurzbericht und Skizzen
• Hans Kühn: Aus einem Aufsatz, Modell und Skizzen 
• Mechanischer Okkultismus, Keely-Motor, Technik der Zukunft –
.. Quellen-Angaben zu Wortlauten Rudolf Steiners im Vortragswerk
[Zusatz]
• Rudolf Steiner: Geisteswissenschaft, Naturwissenschaft, Technik
(Öffentlicher Vortrag, gehalten an der Technischen Hochschule
in Stuttgart am 17. Juni 1920)

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Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe
Heft 107, Rudolf Steiner Verlag 1991
ISBN 978-3-7274-8107-9
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noch keine engl. Übersetzung

(dafür im Web Copyright-verletzende digitale Versionen mitunter dieses Archivheftes)

Aus der Einleitung (zu Heft Nr. 107)

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«Des weiteren befinden sich im Archiv Skizzen von Oskar Schmiedel, der die Modelle für Straders Arbeitszimmer ‹sehr provisorisch›, nach Angaben Rudolf Steiners, hergestellt hatte. Im Gegensatz zu Rudolf Steiners knappen Angaben im Mysterien-Drama selbst spricht Schmiedel in seinem Bericht [•] davon, dass Rudolf Steiner sehr detaillierte Hinweise für den Bau des Modelles gegeben hatte. Näheres entnehme man seinem Bericht, der in diese kleine Dokumentation aufgenommen wurde. Im Anschluss an Schmiedels Darstellungen folgt dann die Wiedergabe von Skizzen sowie fotografischer Abbildungen des von Hans Kühn zusammen mit dem Ingenieur [Julius] Zoller rekonstruierten Modells des ‹Strader-Apparates›. Eine Reihe weiterer Abbildungen von Skizzen, die hier ebenfalls aufgenommen wurden, ließen sich leider in Bezug auf ihre Urheberschaft nicht näher bestimmen. Für entsprechende Hinweise sind wir sehr dankbar.»

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Der letzte Satz gilt bis heute …

↩︎   Bl. 23 (© Rest-Nachlass von Hans Kühn)

Relevante Nachlässe zum Thema

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  • Julius Zoller (1893–1971) [Unterlagen bis dato verschollen]

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Zu Julius Zollers Vita und Werk

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• Die Gravitationsversuche von Julius Zoller und Christoph Marx,
Aufruf in «Implosion – Biotechnische Nachichten», Heft Nr. 162 (Nov. 2009)

→ hier herunterladen [MFG]
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• Julius Zoller: Grundlegend neue Erkenntnisse in Physik,
Chemie und Himmelsmechanik, Selbstverlag, Karlsruhe 
1962 [PDF folgt]

Diese grundlegende Schrift ist insges. zweimal im Web vorhanden
(unvollständig und ohne Berücksichtigung der Copyrights,
dazu ein Nachruf aus dem „Mitteilungen“)
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• «Erfindungen – Herr Zoller zieht Saiten anders auf», Der Spiegel, Nr. 2/1949
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 Artikel als PDF ansehen [externer Link]

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↩︎   Das heutige Bühnenmodell (arg rudimentäres Requisit)
…….im Keller des Goetheanum [Foto AA]

Missverständnisse

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Bei dem «Straderapparat» handelt es sich eben um ein Apparat; von einem Maschine zu sprechen ist auch deswegen falsch, insofern es sich um (zunächst) mechanisch unbewegliche Teile handelt, die zusammenwirken sollen.

Historisch gesehen befand sich dieser erstmals auf dem bzw. auf den insges. zwei Tischen, welche die Figur (Schauspieler) des Strader während einem Akt der sog. Mysteriendramen vor sich hatte, in seiner Studierstube bzw. Labor. Er wurde eigens aufgrund entsprechender Angaben von Rudolf Steiner angefertigt. Die tradierte Haupt-Skizze stammt von Oskar Schmiedel, nicht (direkt aus der Hand) von Erstgenanntem. Entsprechend unvollständig ist bereits diese – auf welcher alle Interpretationen bis heute fußen.

Alle spätere Rekonstruktionen (Nachbildung) sind – mit einer Ausnahme – falsch (verstanden). Besonders bez. des Umstandes, dass als Material auch noch (leicht radioaktive) Pechblende vorkommt.

Am ausführlichsten: Sheleg – Analyse van het Strader hoofdapparaat van Rudolf Steiner als bijdrage aan een toekomstige ethertechnologie, Stichting Warmtegroep 1992. Im Anschluss daran: Formatorium Accousticum Vitum – Een vervolg op SHELEG I als illustratieve voorpublicatie op Formatorium Accousticum Vitum Quadrivium, 2013 (inkl. einem Film-Trailer über 2.29 Min.). So faszinierend die gezeichneten Zusammenhänge daherkommen, so mystifizierend und letztlich irreführend sind sie.

Seit 1999 bloss fragmentarisch und ganz unkommentiert eingescannt (allerdings erscheinen hier die handschr. Kürzel ausgeschrieben): http://userpage.fu-berlin.de/~dieringe/Strader/.

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↩︎   Modell des ehem. Instituts für Bildekräfte Berlin (Bodo Hamprecht et al.)

Verschwindibus I.

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«Die Originalmodelle sind heute verschwunden, untergegangen, obwohl sie den Goetheanum-Brand überlebt hatten. Man hat keine genügende Sorgfalt walten lassen und die Bedeutung dieser Apparatur nicht erkannt. Heute sieht man bei der Aufführung wieder eine Attrappe.»

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[Aus: Hans Kühn, Vom Strader-Apparat, Mitteilungen aus der anthroposophischen Arbeit in Deutschland, Jg. 25, Nr. 4 (1971), S. 291–293]

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Verschwindibus II.

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«Ich möchte nebenbei das Folgende erwähnen: Als 75 Jahre später mein Freund, T. P. [hier nur die Initialen], und ich Dr. Schmiedels Tochter, Dr. Zucker, ausfindig machten und sie besuchten, um zu fragen, ob wir die Notizbücher ihres Vaters mit den ihm von Rudolf Steiner angegebenen Einzelheiten zu den BühnenmodelIen einsehen dürften, fürchteten wir, dass sie solcher Bitten bereits überdrüssig wäre. Ich war von ihrer Antwort erschüttert und ich denke, dass es T. [dito] genauso erging. Es stellte sich heraus, dass wir die Ersten waren, die je darum ersucht hatten, die Einzelheiten zu den Stradermodellen einsehen zu dürfen. Unsere Gastgeberin war erfreut, dass endlich jemand ein Interesse an dieser Seite des Lebens ihres Vaters zeigte. Die Bühnenmodelle seien ihm sehr wichtig gewesen, erzählte sie. Ihr Wohlwollen und ihre Gastfreundschaft machten unseren Besuch zu einem denkwürdigen Ereignis.»

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[Aus: Paul Emberson, Maschinen und Maschinengeist – Das goldene Zeitalter des Fünften Reiches, The DewCross Centre for Moral Technology, Edinburgh 2013 (bezeichnenderweise nicht über den Buchhandel / das Internet bestellbares Buch)]

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Seitdem vermisst nicht nur die Familie diese eigentlich nur ausgeliehene zentrale hist. Bezeugung …

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↩︎   Heft (Cover) aus dem Rest-Nachlass von Hans Kühn

handschr. Notizblatt (o.D.)

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Bitte vorsichtig zu behandeln!

Modell des Strader-Apparates

nach dem Urmodell von Dr. Steiner, das im Jahre 1913 bei der Aufführung vom „Hüter der Schwelle“ verwendet wurde. Abbildungen und nähere Beschreibungen liegen in meinem Schreibtisch, unterste Schublade links.
H. Kühn

Dieses naturgetreue Modell wurde etwa 1926 oder 1927 in meiner Fabrik von Ing. Zoller angefertigt.
Hans Kühn

Eine Notiz folgt in den deutschen Mitteilungen 1971 (Herbst oder Winter).

Es handelt sich um die Kraftquelle der Zukunft.
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Zum 4. Bild der Mysteriendramen

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Ein Zimmer in rosarotem Grundton. Es gehört zum Heim Straders und Theodoras, die Straders Gattin ist. Man sieht der Einrichtung an, dass Theodora und Strader hier im gemeinsamen Raume verschiedenartige Arbeiten verrichten. Auf seinem Tische finden sich Modelle von Mechanismen, auf dem ihren mancherlei auf Mystik Bezügliches. Die beiden sind in einem Gespräch, das eine Art gemeinsame Versenkung am siebenten Jahrestage ihrer Ehe darstellt.

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Den ersten Strader-Apparat 1912 stellte Schmiedel nach genauen Angaben Rudolf Steiners in kurzer Zeit her, um ihn dann 1913 von Technikern in den angegebenen Metallen exakt bauen zu lassen.

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Über Straders technische Apparaturen berichtet Oskar Schmiedel in seinen «Erinnerungen …» [•] Folgendes: «Die Modelle für Straders Arbeitszimmer im ‹Hüter der Schwelle› gab Rudolf Steiner ganz im Detail, ja sogar unter Erwähnung der zu verwendenden Metalle an. Sie wurden zuerst 1912 in meinem ersten Münchner Laboratorium – durch die Eile bedingt – sehr provisorisch hergestellt. Im darauf folgenden Winter ließ ich sie – auch dem Material nach – auch bei dem Brand des Goetheanum verschont, da sie aus irgendeinem Grunde während dieser Nacht nicht im Goetheanum waren. Es war schon eindrucksvoll, wie genau die Angaben Rudolf Steiners waren; ein Bestandteil sollte sogar ein Metall oder einen Stoff repräsentieren, der noch nicht entdeckt war. Es ist schwer, konkret zu sagen, welche Zwecke mit diesen Apparaten beabsichtigt waren. Der zentrale Apparat schien mir etwas zu sein wie ein Kondensator zur Sammlung von aus dem Kosmos einströmenden Strahlen und Wirkungen, vielleicht auch ein Transformator von diesen. Verschiedene Metalle: Antimon, Kupfer, Nickel und auch Uranpechblende wurden verwendet; außerdem ein Surrogat für den oben erwähnten noch nicht entdeckten Stoff, der blau gefärbt sein sollte. – Außer diesem zentralen Apparat waren noch einige andere angegeben. So hing an der Wand eine hohle Halbkugel aus Kupfer. Die innere Seite war dem Zentralapparat zugewendet. Ein anderer Apparat stellte vielleicht eine Art Messinstrument dar … – Auch erwähnte er einmal, wann die Erfindung von Strader verwirklicht werden würde. Es war dies in einer nicht zu fernen Zukunft. Leider erinnere ich mich nicht mehr an diese Daten.»

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[Zitiert mfG aus: Wilfried Hammacher, Die Uraufführung der Mysteriendramen von und durch Rudolf Steiner in München 1910 bis 1913, Verlag am Goetheanum 2010 – ISBN 978-3-7235-1379-8]

Weitere Bezüge

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Die Radium-Uhr

Im Jahre 1903 erregte ein Erfinder namens Strutt in der physikalischen Welt Aufsehen. Er hatte einen ganz einfachen Apparat konstruiert, der aus einem Elektroskop und einer kleinen Menge Radium bestand. Dieser John William Strutt (12.11.1842–30.7.1919) war nicht irgendwer. Immerhin war er einer der angesehensten Physker seiner Zeit, der 1904 den Nobelpreis erhielt und für seine Verdienste um die Wissenschaft als dritter Lord Rayleigh in den Adelsstand erhoben wurde. Das Problem war: Strutts Perpetuum Mobile, die Radium-Uhr, funktionierte!

Das Gefäß bestand aus Quarzglas und war zum Ausschalten des Luftwiderstandes und der elektrischen Leitung evakuiert. Die Strahlungswirkung des Radiums lud die Blättchen des Elektroskops gleichnamig auf. Gleichnamige elektrische Ladungen stoßen sich bekanntlich ab. Die Blättchen spreizten sich, bis sie äußeren Elektroden berührten. Dadurch wurden sie entladen und fielen zusammen. Danach wiederholte sich der Vorgang. Es konnte, auch über längere Zeiträume hinweg, keine Abnahme der Geschwindigkeit beobachtet werden, mit der die Blättchen oszillierten. Der Apparat wurde mit den feinsten Waagen ausgemessen, aber ein Gewichtsverlust konnte nicht nachgewiesen werden. War das endlich ein echtes Perpetuum Mobile?

Nein. Die winzigen Energiemengen, die notwendig sind, um ein Elektroskop in Betrieb zu halten, verursachen keinen meßbaren Masseverlust. Das wurde allerdings erst mit der berühmten Einsteinschen Formel E = mc2 klar. Dem Elektroskoprätsel kam man auf die Spur, als im Inneren des Gefäßes kleine Spuren Helium nachgewiesen werden konnten. Anders ausgedrückt: rekombinierte Alpha-Teilchen, die aus dem Zerfall des hochaktiven Radiums stammten.

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[Nachweis: https://www.univie.ac.at/physikwiki/index.php/LV012:LV-Uebersicht/SS07/Vortraege/gr8]

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↩︎  John William Strutts Radium-Uhr (von 1903)

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Zeitnotwendiges

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Pfeiffers letzter Vortrag am Goetheanum am 1. Oktober 1958 vermittelt Grundimpulse seiner Lebensarbeit und verweist auf zeitnotwendige Aufgaben der Bewegung [E. Pfeiffer, Vortrag 1.10.1958, Nachschrift durch Lisa von Herwarth •]. Einige Grundgedanken daraus:

«Als ich als junger Mensch im Jahre 1920 nach Dornach kam und als Lehrling die ganzen Arbeiten machte, beschäftigte mich eine ganz bestimmte Frage … die ich R. Steiner stellte. Der Gedanke war: Wenn es in der Natur der physikalischen Energien (Elektrizität, Magnetismus und die spätere Atomenergie) letzten Endes liegt, zu einer Desintegration, einem Zersetzen und Zerfallen der heutigen Zivilisation zu führen – dann wäre es notwendig, eine Energie des Lebens zu entdecken und in die Technik einzuführen, die Gesetzmäßigkeiten des Aufbaus in sich trägt. Diese könnte im Menschen ihrer Natur gemäß solche Gedanken, Empfindungen und Willensimpulse auslösen, die ihn lehren, wachsen zu lassen, aufzubauen, zu synthetisieren und Gleichgewichte herzustellen. – Gibt es eine solche Energie? Dr. Steiner antwortete, dass diese Energie im Ätherleib des Menschen, in den ätherischen Bildekräften, dem Wärme- und Lichtäther, dem chemischen Äther und dem Lebensäther wirksam ist. Er wies darauf hin, dass diese Energie an gewissen Stoffumsetzungen des menschlichen Körpers studiert werden könnte. Ich beziehe mich nicht auf die Kurse und Vorträge, sondern auf die direkte Antwort auf dieses Problem. Es war mein Gedanke, ob es durch eine Entdeckung und Anwendung solcher ätherischer Energien möglich wäre, eine aufbauende Technik und soziale Ordnung zu schaffen und diese vom Goetheanum aus in die Welt zu tragen. Als Antwort schlug Dr. Steiner einige ganz einfache Experimente vor, die ich dann für ihn durchführte. Aus deren Verlauf ersah er, dass es noch nicht an der Zeit sei, diese ätherische Energie bekannt zu machen und einzuführen. Ich wurde verpflichtet, darüber absolut zu schweigen. – Dann fragte ich nach den Bedingungen, die es gestatten, diese neue Energie zu entdecken und damit zu arbeiten. Da sagte R. Steiner: Eine Bedingung, damit diese Energie nicht missbraucht wird, ist eine konsequente soziale Ordnung im Sinne der Dreigliederungs-Idee, wenigstens auf einem kleinen Gebiet auf der Erde. Eine zweite Bedingung ist eine allgemeine Ausbreitung der Waldorfpädagogik, die dem Kinde eine spirituelle Entwicklung ermöglicht.

Physiologische Grundlagen dieser positiven Entwicklung bildet eine gesunde Ernährung aus bio-dynamischer Landwirtschaft. – Dr. Steiner wies mich darauf hin, dass erst einmal das Ernährungsproblem gelöst werden müsste, ehe es dem Menschen überhaupt möglich wird, geistig auf ätherische Impulse einzuwirken. Durch eine gesunde, in Gleichgewicht befindliche Ernährung werden im Menschen ätherische Kräfte ausgelöst, die für das Geistige frei werden. – Moralische Ideale, so führt Dr. Steiner aus, wird man fördern durch das Auslösen von Lichtkräften im Wärme-Luft-Organismus, das Auslösen von Tonkräften des chemischen Äthers im Flüssigkeitsorganismus, das Auslösen von Lebenskeimen im festen Organismus.

Die heutige degenerierte Ernährung lässt diese Kräfte missen. Sie begünstigt theoretische Ideen, die erkältend auf den Wärmeorganismus, lähmend auf den Licht- und Luft-Organismus, ertötend auf den Ton, auslöschend auf das Leben einwirken.

Vor allem gilt es, im Inneren Substanz zu vergeistigen und diese durchgeistigte Substanz als neue, belebende Energie dem Kosmos zurück zu geben.

Das sind die Aufgaben, die uns gestellt sind. Auf der einen Seite das Ziel: die ätherische Energie vorzubereiten, die die Katastrophe in der Technik verhindern könnte. Auf der anderen Seite das Ziel jedes einzelnen Menschen, durch Arbeit am eigenen Innern, durch eine Vergeistigung der Materie, durch die Herzenskräfte, durch die Ätherisation des Blutes seinen physischen Leib zu verwandeln, zu vergeistigen; die Materie der Unternatur zu überwinden. Das ist möglich. Es ist möglich, auf dem Erkenntnispfad nicht nur sporadisch, sondern kontinuierlich und sehr fleißig zu gehen.

Bei einem jener Gespräche über diese zukünftige Energie und die Ätherisierung sagte Dr. Steiner: ‹Wenn Sie nur über den Beginn des Johannes-Evangeliums meditieren würden und das Buch ‘Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten‘ studieren und beherzigen würden, wären Sie imstande, alle diese Fragen zu lösen und die gesamte Anthroposophie aus sich neu zu erwecken.› – Warum? Aus dem einfachen Grunde, weil im Beginn des Johannes-Evangeliums auf die beiden Urschöpferkräfte gewiesen wird, das Wort, den Logos, der die göttliche Weltenordnung auch in der Materie schafft, aus dem heraus man die Materie begreifen und umwandeln kann; und das Licht, das in die Finsternis schien, aus dem heraus gerade die Umwandlung vollzogen werden kann.

Das sind die Aufgaben, die uns gestellt sind. Wir haben sie bis heute nicht erfüllt. Wir vermögen nicht, als Antwort auf die Atomenergie die neue Ätherenergie zu schaffen, die neue Lebensaufhau- und Schöpfungskräfte in sich trägt. Das ist eine große Verpflichtung, die auf dem Goetheanum und uns allen, die an dieser geistigen Bewegung teilhaben, lastet. Eine Verpflichtung, dieses Ziel wenigstens ernsthaft ins Auge zu fassen.

Unsere Aufgabe ist es, unsere Entwicklung zu beschleunigen. Die Menschheit geht über uns hinweg, wenn wir nicht imstande sind, praktische Lebensgebiete zu erforschen und Rat auf allen Gebieten aus eigener Praxis der Anthroposophie zu erteilen.

Im Grunde genommen sollten wir unser geistiges Leben in jeder Minute durch geistige Aktivität von neuem erstehen lassen. Dann könnten wir beginnen, die uns anvertrauten spirituellen Aufgaben zu erfüllen. Das steht als eine ernste Mahnung vor uns, um das Unerfüllte nachzuholen und die Morgenröte einer neuen Zeit begrüßen zu können.»

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[Zitiert u.a. in: Alla Selawry, Ehrenfried Pfeiffer – Pionier spiritueller Forschung und Praxis (Begegnungen und Briefwechsel, Ein Beitrag zu seiner Biographie), Philosophisch-Anthroposophischer Verlag am Goetheanum 1987, S. 141–147 (vergriffen, erw. Neuauflage i.V. für 2016).]

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Vergleiche den zweiten Bericht: «Meine Frage an R. St. im Oktober 1920 und Frühjahr 1921 lautete also: ‹Gibt es eine solche Kraft oder Energiequelle? Kann sie nachgewiesen werden? Könnte eine selbstlose Technik auf ihr aufgebaut werden?› (…)» [http://anthrowiki.at/Strader-Apparat]

Weitere Bezüge

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«Dynaspheric force is broadly divided into two categories: the sentient and the non-sentient atoms, as the force used mechanically by Mr. Keely to his motor.» (Laurence Oliphant)